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Weserbergland

Motorradtouren im Weserbergland

Strecken-Achsen und fertige Touren mit GPX-Route – alles zum Fahren.

Fertige Touren mit Karte und GPX-Route

Sechs Runden, jede mit Karte zum Nachfahren.

Weserbergland - Oberharz

Weserbergland - Oberharz

Beim Motorradfahren ist bekanntlich der Weg das Ziel und so rollt man zunächst durch das Leinebergland. So kurvt man über Eschershausen, Freden und Bad Gandersheim nach Seesen, das bei dieser Tour das Tor zum Harz bildet.

Teutoburger Wald

Teutoburger Wald

Der Teutoburger Wald mit seiner östlichen Fortsetzung namens Eggegebirge ist das nördlichste Mittelgebirge Deutschlands, jedenfalls wenn man seinen Anfang in der Nähe von Rheine betrachtet.

Harz-Weser Tour

Harz-Weser Tour

Diese Tour startet und endet im Westharz. Dazwischen bietet sie viele Kurven im wundervollen Weserbergland. Und nicht nur das, denn es gibt auch eine ganze Menge zu sehen.

Der Werra-Burgen-Steig - Ein wahrer Königsweg

Der Werra-Burgen-Steig - Ein wahrer Königsweg

„Der Königsweg“ – mit großen Lettern wirbt eine Tageszeitung auf der Titelseite um Aufmerksamkeit. Worte wie: „Die Krönung auf 133 Kilometern“ f

Weserbergland - Eine Reise durch die Kunstepochen

Weserbergland - Eine Reise durch die Kunstepochen

Alte barocke Türen, über zwei Meter dicke Mauern und eine Jahrhunderte alte Wendeltreppe – in vielen Räumen und Ecken der Tonenburg zeugen Relikte aus längst vergangenen Zeiten von der über Jahrhunderte währenden Geschichte.

Köterberg - Vom Harz ins Weserbergland & retour!

Köterberg - Vom Harz ins Weserbergland & retour!

Das Weserbergland mit seinen schier unzählbaren Hügeln erstreckt sich zwischen Hann. Münden und der Porta Westfalica.

Fünf fertige Tagesrunden für eine Woche im Weserbergland

Die folgenden fünf Rundkurse decken die schönsten Ecken der Region ab und lassen sich zu einer kompletten Motorradwoche kombinieren. Die Kilometer- und Zeitangaben sind Richtwerte für eine entspannte Fahrweise mit Pausen; wer fotografiert, einkehrt und Schlösser besichtigt, sollte großzügig planen.
Tag 1 – Die Weserstraße: Hameln–Höxter und zurück:
  • Strecke: Hameln – Emmerthal – Bodenwerder – Holzminden – Höxter und über das andere Weserufer zurück, rund 130–150 km, etwa 3,5–4 Stunden reine Fahrzeit.
  • Charakter: Die klassische Einrolltour entlang der B83 und der Uferstraßen – fließende Kurven, immer wieder Blick auf die Weser, viele Fährstellen.
  • Highlight: Schloss Hämelschenburg bei Emmerthal direkt an der Strecke, dazu das UNESCO-Welterbe Corvey bei Höxter.
  • Einkehr: einer der Biergärten am Weserufer in Bodenwerder oder Höxter, dazu ein Halt am Weserrenaissance-Marktplatz.
Tag 2 – Solling-Runde: Holzminden–Neuhaus–Uslar:
  • Strecke: Holzminden – Silberborn – Neuhaus im Solling – Uslar – über die Sollinghöhen zurück, rund 110–130 km, etwa 3–3,5 Stunden.
  • Charakter: Waldstrecken durch den Naturpark Solling-Vogler, kurvig und einsam, mit deutlichem Höhenwetter – kühler und feuchter als im Tal.
  • Highlight: der Hochsollingturm bei Neuhaus und die Hochmoore des Hochsollings.
  • Einkehr: Gasthäuser in Neuhaus oder Silberborn, klassische Sollinger Küche.
Tag 3 – Kurvenrausch: Köterberg und Ottensteiner Kurven:
  • Strecke: Hameln – Ottenstein – Brevörde – Köterberg – Polle – Rühler Schweiz bei Bodenwerder zurück, rund 120–140 km, etwa 3,5 Stunden.
  • Charakter: die anspruchsvollste Runde mit Haarnadeln, steilen Anstiegen und den berühmten Ottensteiner Kurven.
  • Highlight: der Gipfelparkplatz am Köterberg mit Rundumsicht bis zum Harz.
  • Wichtig: Auf dieser Runde liegen die Lärmschutz-Brennpunkte. Sonntagssperrungen für Krafträder waren im Landkreis Holzminden geplant, wurden im April 2024 aber ausgesetzt; geblieben sind Tempolimits und dichte Kontrollen – unbedingt leise und maßvoll fahren.
Tag 4 – In den Süden: Hann. Münden und der Reinhardswald:
  • Strecke: Holzminden – Bad Karlshafen – Hann. Münden – über den Reinhardswald zur Sababurg und zurück, rund 140–160 km, etwa 4 Stunden.
  • Charakter: Weserstraße Richtung Süden, dann die langen Waldstrecken des Reinhardswalds mit dichter Rechts-Links-Folge.
  • Highlight: der Weserstein am Weserursprung in Hann. Münden und das Dornröschenschloss Sababurg mit dem Urwald.
  • Einkehr: Fachwerk-Altstadt von Hann. Münden; unterwegs der Weser-Skywalk an den Hannoverschen Klippen als Fotostopp.
Tag 5 – Der Norden: Schaumburg und Bückeburg:
  • Strecke: Hameln – Rinteln – Schaumburg – Bückeburg – über das Wesergebirge und das Kalletal zurück, rund 120–140 km, etwa 3,5 Stunden.
  • Charakter: abwechslungsreiche Landstraßen im westlichen und nördlichen Weserbergland, mit Blick auf die Schaumburg.
  • Highlight: das Schloss Bückeburg mit der fürstlichen Hofreitschule und die Fachwerk-Altstadt von Rinteln.
  • Einkehr: Café am Marktplatz in Rinteln oder ein Gasthof in Bückeburg.
Alle 25 Weserbergland-Touren mit Karte und GPX-Route im Tourenportal.Motorradtouren im Weserbergland mit GPX-Routen

Die Weserfähren als Streckenelement

Die Weser trennt die Höhenzüge in zwei Reihen, und wer eine Runde plant, steht früher oder später vor der Frage, wo er den Fluss quert. Zwischen den festen Brücken liegen oft etliche Kilometer — und genau dort setzen die kleinen Fähren an, die im Wesertal seit Generationen übersetzen. Als Gierseilfähren arbeiten mehrere von ihnen ganz ohne Motor: Das Boot hängt an einem langen, stromaufwärts verankerten Seil und wird vom Fährmann schräg zur Strömung gestellt. Das fließende Wasser drückt gegen den angestellten Rumpf und schiebt die Fähre wie ein Segelboot am Wind quer über den Strom — lautlos, ohne Sprit, allein aus der Kraft der Weser. Für eine Region, in der Motorradlärm ein Dauerthema ist, hat diese Antriebslosigkeit fast schon Symbolwert.

Motorrad auf der Landstraße, dahinter die Türme der Sababurg über den Wiesen
Vorbei an der Sababurg im Reinhardswald

Für die Streckenplanung sind die Übersetzstellen mehr als eine Kuriosität. Sie verbinden das linke und das rechte Ufer ohne den langen Umweg zur nächsten Brücke und lassen sich so zu Achterschleifen fügen, die einen Höhenzug auf der einen Seite anfahren und über die Fähre gleich zum nächsten auf der anderen wechseln. Eine Überfahrt dauert nur wenige Minuten, taugt aber als eingebaute Pause — Motor aus, Helm auf, kurz durchatmen, während der Fährmann ablegt.

Ein paar Dinge gehören zur Fährfahrt dazu:

  • Auffahrt im Schritttempo: Die Rampen sind oft steil, aus Blech oder Kopfstein und bei Nässe glatt — langsam, aufrecht und ohne hektisches Bremsen auffahren.
  • Sicherer Stand an Bord: Auf dem schwankenden Deck den ersten Gang einlegen oder das Rad festhalten; der Seitenständer steht auf glattem Blech nicht immer verlässlich.
  • Bargeld bereithalten: Kassiert wird an Bord, meist in bar und passend — bargeldloses Zahlen ist nicht überall selbstverständlich.

Entscheidend ist die Saison: Die Weserfähren fahren im Sommer in dichterem Takt; im Winter gelten kürzere Zeiten, und einzelne Fähren ruhen an Sonn- und Feiertagen oder ganz. Auch der Wasserstand redet mit — bei Hochwasser oder ausgeprägtem Niedrigwasser wird der Betrieb eingestellt. Wer eine Tour auf eine bestimmte Überfahrt aufbaut, prüft die aktuellen Betriebszeiten vorab und hält sich eine Brücke als Ausweichquerung offen.

Der Bilster Berg: die Rennstrecke nebenan

Wer auf öffentlichen Straßen im Weserbergland den Gasgriff weit aufzieht, bekommt es schnell mit Lärmdisplays, Kontrollen und einer gereizten Nachbarschaft zu tun. Für den sportlichen Anspruch gibt es in Reichweite die legale Adresse: den Bilster Berg bei Bad Driburg im Kreis Höxter. Die Test- und Eventstrecke wurde 2013 auf einem früheren Militärgelände eröffnet und vom bekannten Rennstrecken-Architekten Hermann Tilke geplant — kein nachgezeichneter Flachkurs, sondern eine Strecke, die das stark bewegte Gelände bewusst ausnutzt.

Motorrad auf einer Landstraße zwischen leuchtend gelben Rapsfeldern
Zwischen den Rapsfeldern bei Scheden

Genau daraus zieht der Kurs seinen Ruf. Kuppen, in die man nahezu blind einlenkt, Senken, die den Blick verschlucken, und eine Streckenführung mit erheblichem Höhenunterschied über die Runde machen ihn anspruchsvoll — wegen dieser Topografie wird er gern mit der Nordschleife verglichen. Gefahren wird hier nichts spontan: Der Bilster Berg ist eine geschlossene Anlage, nicht öffentlich befahrbar und aus Rücksicht auf Naturschutz und Anwohner streng geregelt.

Für Motorradfahrer bleibt er trotzdem ein lohnendes Ziel — als Trackday oder Fahrsicherheitstraining, bei dem man sein Tempo dort auslebt, wo es hingehört, und die Landstraßen ringsum umso entspannter und leiser fährt. Termine, Voraussetzungen und Anmeldung laufen ausschließlich über den Betreiber und gehören vor der Anreise geklärt; eine Runde gibt es nur im Rahmen der offiziellen Veranstaltungen, einen spontanen Abstecher am Tor vorbei nicht.

Der Köterberg: der höchste anfahrbare Gipfel

Der Köterberg ist nicht der höchste Berg der Region — das ist die Große Blöße drüben im Solling —, aber er ist der höchste, auf den eine Straße bis zur Kuppe führt. Mit rund 496 Metern überragt er das Lipper Bergland an der Grenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, und weil sein Gipfel weitgehend baumfrei ist, reicht der Blick von oben bei klarer Luft weit über die Höhenzüge hinweg bis zum Harz. Weithin sichtbar macht ihn der Sendeturm auf der Kuppe — ein Orientierungspunkt, den man aus dem Tal schon von Ferne anpeilt.

Blick vom Geländer des Weser-Skywalks hinunter auf das Flusstal
Vom Weser-Skywalk bei Bad Karlshafen ins Tal geschaut

Fahrerisch ist der Berg eine Stichstraße: Von mehreren Seiten — aus Lügde, von der Ottensteiner Hochfläche und aus Richtung Schwalenberg — arbeiten sich kurvige Landstraßen an den Fuß heran, die letzte Rampe zur Kuppe ist eine steile Sackgasse mit spürbarer Steigung. Oben liegt ein weiter Wiesensattel mit dem Köterberghaus, der an schönen Wochenenden zum natürlichen Sammelpunkt wird. Weil es nur den einen Weg hinauf gibt, fährt man dieselbe Strecke wieder hinunter — Auffahrt und Abfahrt sind zwei Gesichter derselben Kurven.

Zwei Dinge lohnen die Planung: Die exponierte Kuppe hängt öfter im Nebel und kühlt merklich ab, während im Tal noch die Sonne steht — ein Blick auf die Wolkenbasis spart die vergebliche Auffahrt. Und der Köterberg gehört zu den Strecken, die genau beobachtet werden. Wer die Auffahrt leise und maßvoll angeht, hält sich Ärger vom Leib und trägt dazu bei, dass dieses Aushängeschild der Region befahrbar bleibt.

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